Das Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (EbM-Netzwerk) verleiht den renommierten David-Sackett-Preis 2025 an Barbara Nußbaumer-Streit und die Cochrane Rapid Reviews Methods Group. Die internationale Arbeitsgruppe, der auch Gerald Gartlehner, Ursula Griebler, Lisa Affengruber, Irma Klerings und Sandra Hummel angehören, erhält den Preis für ihre herausragenden Beiträge zur Weiterentwicklung von Rapid Reviews.
Systematische Übersichtsarbeiten sind der Goldstandard der evidenzbasierten Medizin, benötigen aber oft Jahre bis zur Fertigstellung. Rapid Reviews optimieren diesen Prozess, um evidenzbasierte Antworten schneller zur Verfügung zu stellen, was wesentlich ist für zeitkritische Entscheidungen, wie etwa während der Pandemie.
Rapid Reviews als Forschungsschwerpunkt
Die prämierte Forschungsarbeit wurde an der Universität für Weiterbildung Krems durchgeführt. Univ.-Prof.in Dr.in Barbara Nußbaumer-Streit, MSc BSc, Co-Direktorin von Cochrane Österreich und Professorin am Department für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation, koordiniert die internationale Rapid Reviews Methods Group mit Expert_innen aus Österreich, Kanada, den USA und Irland. Besondere Verdienste erwarben sich die Forscher_innen durch zahlreiche Publikationen in hochrangigen Fachzeitschriften wie dem British Medical Journal. Ihre Arbeiten etablierten Mindeststandards für Rapid Reviews. Die häufige Zitierung der Rapid Review-Leitlinie bestätigt den hohen methodischen Orientierungsbedarf. Derzeit arbeitet das Team an einem umfassenden Cochrane Handbuch für Rapid Reviews und untersucht den Einsatz Künstlicher Intelligenz zur Effizienzsteigerung von Rapid Reviews.
Mit der Verleihung des David-Sackett-Preises würdigt das EbM-Netzwerk die zentrale Rolle methodischer Innovationen für eine fundierte und praxisnahe Entscheidungsfindung in der Medizin.
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