20.09.2021

Die European Society for Artificial Organs versammelt WissenschafterInnen aus zahlreichen Ländern Europas, die auf dem Gebiet künstlicher Organtechnologien forschen. Bei der ESAO-Generalversammlung am 10. September 2021 erfolgte die Übergabe der Präsidentschaft an Univ.-Prof. Dr. Viktoria Weber. Nachwuchsförderung sowie die verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Fachgesellschaften, dem klinischen Sektor und Unternehmen zählen zu Webers Vorhaben während des zweijährigen Vorsitzes.

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Walter Skokanitsch

Die ESAO, so Viktoria Weber, versammle Pioniere auf dem Gebiet der Entwicklung künstlicher Organe, die neben wissenschaftlicher Expertise auch ein hohes Maß an Lebenserfahrung aufweisen. Ziel ihrer Präsidentschaft sei es daher, so Weber, die ESAO zu einem Ort des Austausches nicht nur zwischen einzelnen Fachdisziplinen zu machen, sondern insbesondere auch den generationenübergreifenden Austausch zu pflegen. Mit der Young ESAO habe die Gesellschaft eine sehr aktive Teilorganisation. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses werde durch die Ausschreibung von Forschungspreisen, die Vergabe von Mobilitätsstipendien und durch spezielle Veranstaltungsformate, wie Winter Schools, unterstützt. Weitere Ziele ihrer Präsidentschaft sind die verstärkte Kooperation mit anderen internationalen Fachgesellschaften, darunter insbesondere TERMIS und der ESOT, mit denen bereits Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet wurden, sowie eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit klinischen Partnern und Unternehmen, die für die Überführung neuer Verfahren in die klinische Anwendung erforderlich sei, so Weber. Die im Jahr 2021 initiierten monatlichen Webinare seien dazu ein bereits bewährtes Format.

Univ.-Prof. Dr. Viktoria Weber leitet an der Universität für Weiterbildung Krems das Department für Biomedizinische Forschung und ist Vizerektorin für Forschung und Nachhaltige Entwicklung. Die Wahl zur Präsidentin der ESAO erfolgte bereits bei deren Generalversammlung 2019.

Über die ESAO

Die 1974 gegründete European Society for Artificial Organs koordiniert und unterstützt die Forschung auf dem Gebiet von Tissue Engineering und regenerativer Medizin zur Entwicklung von künstlichen Organen mit dem Ziel der Organunterstützung, der Organregeneration bzw. des Organersatzes. Weitere Aufgaben sind die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die Mitwirkung an der Erstellung ethischer und regulatorischer Richtlinien der Europäischen Union.

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