Das Zentrum für vaskuläre Prävention beschäftigt sich innerhalb des Departements für Klinische Neurowissenschaften und Präventionsmedizin schwerpunktmäßig mit Forschungen zur primären und sekundären Vorbeugung von Gefäßerkrankungen. Als nicht-übertragbare Erkrankungen (non-communicable diseases, NCDs) sind vor allem zerebrovaskuläre und kardiovaskuläre Krankheiten in den letzten Jahren zu den weltweit häufigsten Todesursachen und Gründen für Lebensjahre mit Behinderung (years lived with disability, LLD) geworden. Durch ungesunden Lebensstil mitbedingte Risikofaktoren wie Adipositas oder Typ II Diabetes zeigen eine deutlich ansteigende Prävalenz, sowohl in reichen als auch in ökonomisch schwächeren Ländern. Der Forschung auf dem Gebiet der vaskulären Prävention kommt deshalb eine hohe gesundheitspolitische Bedeutung zu.

Die Forschungsfragen des Zentrums werden streng akademisch entwickelt und sind auf Epidemiologie von Risikofaktoren, Einfluss von Lebensstil und präventives Management ausgerichtet. Nationale und internationale Kooperationen werden dabei stets angestrebt.

 

Bisherige Projekte:

  • Die Early Prevention of Diabetes Complications in Europe (e-PREDICE) Studie (Abschluss Dezember 2017) untersucht die Auswirkungen von pharmakologischer Therapie (Metformin oder Sitagliptin) in Kombination mit Lebenstilmodifikation auf makro-und mikrovaskuläre, neurologische und psychologische Endpunkte bei Patienten mit Typ II Diabetes.
  • Die Austrian Polyintervention Study to Prevent Cognitive Decline after Ischemic Stroke (ASPIS) testete den möglichen Nutzen eines multimodalen lebensstilmodifizierenden Programms auf die kognitiven Fähigkeiten nach einem ersten Schlaganfall. Obwohl statistisch neutral, hat diese Studie wertvolle Informationen für weitere Studienkonzepte zu einer möglichen Prävention des vaskulär bedingten kognitiven Abbaus geliefert.

Laufende Projekte:

  • Pharyngeal Electrical stimulation for Acute Stroke dysphagia Trial (PhEAST): In dieser internationalen randomisierten Studie soll getestet werden, ob im klinischen Alltag pharyngeale Elektrostimulation im Vergleich zu herkömmlicher Behandlung das Schlucken bei Patienten mit Schlaganfall verbessern kann. Dazu sollen 800 Patienten mit akutem Schlaganfall und Ernährungssonde in 50 Spitälern in 4 europäischen Ländern (UK, Österreich, Dänemark, Deutschland) rekrutiert werden. Diese erhalten zufällig entweder für 6 Tage eine spezielle Ernährungssonde über die gleichzeitig elektrisch stimuliert wird oder weiterhin die bereits vorhandene Ernährungssonde. Das Zentrum für vaskuläre Prävention ist bei dieser Studie planendender und koordinierender Partner der University of Nottingham.
  • Magnetstimulation zur Behandlung von Aphasie:  Ziel dieser geplanten randomisierten Studie ist die wissenschaftliche Beantwortung der Fragestellung, inwieweit eine nicht invasive Gehirnstimulation, die sog. repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS), bei Patienten nach Schlaganfall in der zu einer Reduktion des Sprachdefizits führt.   
  • Mitarbeit am internationalen Projekt „Cut stroke in Half – Polypill for Stroke Prevention“ (in Kooperation mit dem Zentrum für Neurowissenschaften)

LIVE WEBINARE ZUM THEMA SCHLAGANFALL

Die Österreichische Schlaganfall-Gesellschaft veranstaltet seit 2018 in Kooperation mit der Donauuniversität Krems und mit Unterstützung durch die Firma Boehringer Ingelheim regelmäßige Live-Webinare. Es handelt sich hierbei um eine Fortbildungsreihe zum Thema Schlaganfall. Viele spannende Themen werden präsentiert. Interessierte können sich entweder live zu den Vorträgen dazu schalten und Fragen zum aktuellen Thema stellen oder die Videopräsentationen später über Link von der ÖGSF-Homepage (https://www.ögsf.at/webinare) oder hier von der Homepage des Zentrums für Vaskuläre Prävention der Donauuniversität Krems ansehen.
Zusätzlich stellt das Zentrum für Vaskuläre Prävention die Vorträge hier als pdf-Dokumente zum Download zu Verfügung. Diese können für eigene Fortbildungen und Präsentationen verwendet werden. Bei Verwendungsabsicht für eine Publikation ersuchen wir um Freigabe durch den jeweiligen Vortragenden des Webinars.

Webinar 04.03.2020 Schlaganfall und Schwangerschaft

Webinar 10.12.2019 Kryptogener Schlaganfall und offenes Foramen ovale

Webinar 17.10.2019 ,,Cervikale Intrakranielle Dissektion''

WEBINAR 13.06.2019 ,,Update Thrombozytenfunktionshemmung''

Update Carotis Stenose, OA Dr. Cornelia Brunner Abteilung für Neurologie Universitätsklinikum Tull

Primäre Vaskulitis des Zentralnervensystems: Diagnose, Differentialdiagnosen und Therapie Vortragender: PD Dr. Thomas Gattringer (Graz)

Cerebrale Venenthrombosen, OA PD Dr. Milan Vosko (Linz)

Wake up Stroke, Prim. Ass. Prof. Dr. Karl Matz (Mödling)

Idarucizumab – i.v. Lyse – mechanische Thrombektomie und gutes Outcome nach ACM-Infarkt, Prim. Dr. Philipp Werner (Feldkirch)

Klinische Medizin - Neurowissenschaften

Demenzstudien

Master of Science, 6 Semester, berufsbegleitend

Akademische_r Expert_in für Demenzstudien, 4 Semester, berufsbegleitend

Certified Program, 2 Semester, berufsbegleitend

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Klinische Medizin - Neurowissenschaften

Neurokognition und Soziale Kompetenz

Master of Science in Neurokognition und sozialer Kompetenz, 5 Semester, berufsbegleitend

Akademische_r Expert_in für Neurokognition und soziale Kompetenz, 5 Semester, berufsbegleitend

Certified Program, 2 Semester, berufsbegleitend

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Klinische Medizin - Neurowissenschaften

Neurorehabilitation

Master of Science (Neurorehabilitation), 5 Semester, berufsbegleitend

Certified Program, 3 Semester, berufsbegleitend

Akademische_r Expert_in für Neurorehabilitation, 5 Semester, berufsbegleitend

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Klinische Medizin - Neurowissenschaften

Neurorehabilitationsforschung

Master of Science (Neurorehabilitationsforschung), 5 Semester, berufsbegleitend

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