Termin

12.05.2025 - 13.01.2026

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Ort

Erzdiözese Wien, Stephansplatz 6/6, Raum 604
(U3 / U1 Station Stephansplatz)

Durchgang V: Sommersemester 2025 – Wintersemester 2025/2026

Details

Die Seminarreihe bietet eine Auseinandersetzung mit zentralen Aspekten der Klimakrise. Es handelt sich um ein niederschwelligen Weiterbildungsangebots (berufsbegleitend möglich; keine Prüfungen). Im Zentrum steht die Frage nach Klimagerechtigkeit, also nach der ethischen Dimension der Klimakrise.

Der globale Klimanotstand wirft zahlreiche, gravierende moralische Fragen auf, vor allem aufgrund der Asymmetrie zwischen den Hauptverursachern der Treibhausgasemissionen (reiche Länder des Nordens) und den derzeit Hauptbetroffenen der Erderhitzung und ihrer katastrophalen Folgen: nämlich arme Menschen, Frauen, Kinder, indigene Völker in Ländern des globalen Südens, die für die Folgen des Klimawandels besonders verletzlich sind. Aber auch in reichen Ländern wie Österreich ist die Betroffenheit durch die Folgen des Klimawandels sozial ungleich verteilt, treffen sie Angehörige der Arbeiterschicht (z.B. Bauarbeiter) und sozial schwächere Gruppen stärker, z.B. Personen, deren Wohnung von Hitze stärker betroffen ist. Es geht dabei um die Konsequenzen von Extremwetterereignissen wie Hitze, Dürre, Trockenheit, Starkregen und Überflutungen, Hurrikans usw., die sich aufgrund der Störung des Klimasystems sowohl häufen als auch verstärken.

Themen:

  • naturwissenschaftliche Grundlagen auf Basis des jüngsten Sachstands-Berichts des Weltklimarats (IPCC, AR6);
  • Austrian Panel on Climate Change: zweiter Sachstandsbericht zur Klimakrise in Österreich (AAR2, Juni 2025)
  • Folgen des Klimawandels und Anpassung: Länderbeispiele aus dem globalen Süden (Bangladesch, Nigeria, Sudan)
  • Klimagerechtigkeit: Geschichte, Positionen, Netzwerke der internationalen Klimagerechtigkeitsbewegung
  • Aspekte von Klimaungerechtigkeit in Österreich: Klimakrise und Armut
  • Klimapolitik auf internationaler, europäischer und österreichischer Ebene: aktueller Stand
  • soziale Dimension von Klimapolitik
  • zivilgesellschaftliches Engagement für Klimaschutz; internationaler Klimaaktivismus
  • persönliche Resilienz im Klimanotstand
  • Perspektiven der politischen Ökologie: Kritik der „imperialen Lebensform“
  • sozial-ökologische Transformation: Überblick Transformationsforschung; Einführung ökologische Ökonomie; Degrowth und „1,5 Grad-Lebensstile“

 

Neben der Vermittlung von aktuellem wissenschaftlichem Wissen geht es um den persönlichen Austausch, Vernetzung und gegenseitige Ermutigung zum Handeln der Teilnehmenden aus verschiedenen Bereichen.

Facts

Veranstalter: Universität für Weiterbildung Krems, Plattform für Nachhaltige Entwicklung (SDGs)

Mitveranstalter: Konferenz der Kirchlichen Umweltbeauftragten Österreichs

Kooperationspartner: Allianz für Klimagerechtigkeit | Ökumenischer Rat der Kirchen Österreich

Ort: Erzdiözese Wien, Stephansplatz 6/6, Raum 604 (U3 / U1 Station Stephansplatz)

Inhaltliche Leitung: PD Mag Dr. Ernst Fürlinger, Plattform für Nachhaltige Entwicklung (SDGs), Universität für Weiterbildung Krems (UWK)

Organisatorische Leitung: Mag. theol. Michael Gassmann, Umweltbüro der Erzdiözese Wien | PD Mag Dr. Ernst Fürlinger, Plattform für Nachhaltige Entwicklung (SDGs), Universität für Weiterbildung Krems (UWK)

ECTS: Erwerb von 7 ECTS ist möglich; Voraussetzungen sind vollständige Teilnahme, schriftliche Abschlussarbeit (mind. 15 Seiten)

Dauer: vier zweitägige Seminare, jeweils 9.00 – 17.00 Uhr; zusätzlich öffentliche Abendveranstaltung (optional). Der Lehrgang kann nur als ganzer besucht werden.

 

Termine:

12. - 13. Mai 2025: Seminar 1 - Grundlagen

25. - 26. Juni 2025: Seminar 2 - Klimagerechtigkeit

20. - 21. Oktober 2025: Seminar 3 - Klimapolitik

12. - 13. Jänner 2026: Seminar 4 – sozial-ökologische Transformation

 

Form: Präsenz / online

Sprache: drei Vorträge in Englisch, bei Bedarf mit Übersetzung

Teilnahmegebühr: € 450,00 für vier Seminare (inkl. Pausenverpflegung und Unterlagen; ohne Mittagessen). Mittagessen in der Mensa der Erzdiözese möglich. (Es werden fünf Stipendien im Wert von jeweils € 250,00 an junge Menschen - Studierende, Lehrlinge, KlimaaktivistInnen, … - und Menschen mit prekärem Einkommen vergeben. Anfragen mit Begründung an: ernst.fuerlinger@donau-uni.ac.at)

Übernachtungsmöglichkeit: zB JUFA Hotel Wien City,  Mautner-Markhof-Gasse 50, 1110 Wien, Telefon: 057 / 083 700

Anmeldefrist: 25. April 2025. Beschränkte Teilnehmer_innenzahl. Anmeldung über die Website erforderlich..

Grundlegende Literatur: Friederike Otto, Klimaungerechtigkeit (2023).


Programm

Seminarleitung

Gefördert durch

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